Polarlichter oder Paella?

Spanien ist das beliebteste Erasmusziel der Studierenden. Gutes Wetter, bunte, lebhafte Städte und feine Paella. Kein Wunder entscheiden sich so viele für Madrid, Barcelona, Valencia oder Sevilla. Auch ich hatte die Möglichkeit, mein Erasmus Semester in Spanien zu verbringen. Allerdings gab es auch die Option, nach Norwegen zu gehen – entweder nach Oslo oder Tromsø. Hier werde ich den Weg schildern, den ich bis zu meiner Zusage von der Partnerhochschule gehen musste.

Der Entschluss, wegzugehen.

Am Anfang meines Studiums war ich mir sicher, dass ich ein Auslandssemester erleben möchte und dies auch ganz schnell organisieren werde. Nun – aber nur am Anfang. Mein Wunsch geriet in Vergessenheit und ich wollte plötzlich mein Studium ganz schnell in Regelstudienzeit fertigstudieren, damit ich danach noch einen zweiten Bachelor anhängen kann. In den Winterferien im 3. Semester bin ich eines Morgens aufgewacht und wusste irgendwie, dass ich weggehen muss! Dies war circa sechs Wochen vor Bewerbungsschluss. Ich wusste weder wohin, noch woher ich die ganzen Informationen bekomme.

Polarlichter oder Paella?

Nachdem der Entschluss gefasst war und ich mir die Partnerunis angeschaut habe, kamen drei davon in Frage: die Universidad de Valencia, die Universitetet i Oslo und die Universitet i Tromsø. Letztere liegt am Polarkreis und wird deshalb auch Arctic University of Norway genannt. Gegen Valencia entschied ich mich ziemlich schnell – zwar habe ich Abitur in Spanisch gemacht, traue es mir aber nicht zu, alle Seminare auf Spanisch zu absolvieren. Die Entscheidung zwischen Oslo und Tromsø fiel mir dafür umso schwerer. Oslo bietet die passenderen Veranstaltungen für mein Studium an, Tromsø hingegen die besondere Lage und atemberaubende Landschaft (und natürlich Polarlichter!). To make a long story short: Ich habe mich für Tromsø entschieden. Es konnte mich mit seiner abgefahrenen Natur und den schönen Studentenwohnheimen direkt am Fjord überzeugen.

Die Bewerbung.

Da das Bewerbungsverfahren an jeder Universität anders ist, werde ich hier keine Tipps dazu geben können. Bei mir stellte sie sich als ziemlich zeitaufwendig und kompliziert heraus, da ich nicht alle Informationen auf der Seite meiner Universität einsehen konnte. Am Ende läuft es allerdings überall darauf hinaus, dass die Heimathochschule einen an der Partnerhochschule „nominiert“ – falls man den Platz bekommen hat. Schon bald bekommt man dann von der Partnerhochschule eine Mail mit Zugangscode zum Bewerbungsportal dieser. Hier müssen wieder bis zu einem bestimmten Datum wichtige Unterlagen eingereicht werden. Darunter ein Learning Agreement, in dem die Kurse stehen, die man während des Auslandaufenthaltes besuchen möchte und welche davon man sich im Nachhinein anrechnen lassen wird. Dieses muss vor der Bewerbung an der Gasthochschule vom Fachkoordinator unterschrieben werden. Nach einigen Wochen bekommt man mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zusage von der Partnerhochschule.

Das Wohnheim.

Wohnheimplätze werden normalerweise über eine zentrale Seite der Partnerhochschule vergeben. Meistens gibt es ein bestimmtes Kontingent, welches nur für Erasmus Studierende reserviert ist. Ich habe meine Bewerbung unkompliziert abschicken können und warte jetzt auf die Zusage, die wahrscheinlich erst Ende Juli kommt.

Und jetzt?

Der Flug ist gebucht, Norwegisch lerne ich gerade, die letzten Formalien müssen mir noch zugesendet werden und im August bin ich auch schon in Tromsø. Updates werden folgen – mit Bildern von Huskys und Polarlichtern.

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